Stauden pflanzen: Wann und wie geht's am besten?

Mit Stauden wird jedes Gartenjahr zu einem Blütenfest der Spitzenklasse. Achten Sie von Anfang auf den richtigen Umgang mit den krautigen Gefährten. Die meisten Fehler werden beim Pflanzen gemacht. Ihre GartenBaumschule hat für Sie deshalb die wichtigsten Regeln fürs Pflanzen von Stauden zusammengestellt.

 

Bitte beachten Sie,

  • ...dass die Größe des Pflanzlochs von dem Durchmesser des Wurzelballens abhängt. Heben Sie das Pflanzloch etwa doppelt so tief und breit aus wie der Erdballen groß ist. Die Aushuberde packen Sie an den Grubenrand.
     
  • ...dass die Ränder und die Sohle des Pflanzloches mit einem Spaten gelockert werden, damit sich keine Staunässe bildet. Durch das Lockern können die Staudenwurzeln nach dem Auspflanzen leicht in den Gartenboden hineinwachsen.
     
  • Bei ausgesprochen feuchten Gartenböden empfiehlt sich eine Pflanzung auf einem leichten Hügel. Auch eine Wasser abführende Kiesschicht auf dem Boden des Pflanzlochs unterstützt den notwendigen Wasserabfluß bei nässeempfindlichen Stauden.
     
  • ...dass Sie Ihre Stauden vor dem Pflanzen gut anfeuchten. Tauchen Sie die Ballen so lange in Wasser, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen, also etwa eine Minute.
     
  • ...dass Sie niemals mineralische Dünger mit ins Pflanzloch geben. Bewährt hat sich eine Aufbesserung der ausgehobenen Erde mit Gaben von Gartenkompost (bis 30 %), Hornspänen (bis 80 g) oder eines Bodenaktivators.
     
  • ...dass Sie vor dem Pflanzen alle Plastiktöpfe entfernt haben. Füllen Sie nun das Pflanzloch mit der angereicherten Erde auf und treten Sie die Erde um die Pflanze herum mit dem Absatz leicht an.  
     
  • ...dass Sie Stauden immer - auch bei Regenwetter - mit der Gießkanne ohne Tülle oder dem Gartenschlauch gut anwässern, ohne die Pflanzen dabei übertrieben einzuschlämmen. Im ersten Wachstumsjahr brauchen alle Stauden eine kontinuierliche Wasserversorgung. Wässern Sie anfangs wöchentlich.
     
  • ...dass Wurzeln atmen und auf Luft im Boden angewiesen sind. Lockern Sie deshalb den Boden öfter mit der Grabegabel (vor allem im Frühjahr) und decken Sie ihn in sommertrockenen Gebieten mit Rinden- oder Pinienmulch ab.

Rittersporn Blüte
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  • ...dass Sie Ihre Stauden ab März mit beginnendem Austrieb ausreichend düngen. Mengenangaben und Ausbringzeitpunkte finden Sie auf den Düngerpackungen.
     
  • ..dass Sie Ihre Stauden im Winter nicht zurückschneiden, sondern die Triebreste als Winterschutz stehen lassen. Schneiden Sie die alten Triebreste im Frühjahr vorsichtig ab, ohne dabei neue Triebe zu verletzten.
     
  • ...dass Sie jungen Stauden im ersten Winter nach der Pflanzung in kalten Regionen einen zusätzlichen Winterschutz gewähren. Entfernen Sie den Winterschutz, sobald der Boden nicht mehr gefroren ist.
     
  • ...dass Sie ab Mai aufrechtwachsenden Stauden wie Rittersporn, Phlox und Stockrosen eine Stütze aus Birkenreisig, Bambusstäben oder Link stakes gewähren. Einmal krumm gewachsene Stauden können nicht mehr "begradigt" werden.
     
  • ...dass Sie durch einen sofortigen Rückschnitt nach der Blüte Stauden wie Salbei, Rittersporn und Frauenmantel zu einer zweiten Blüten anregen können.

 

Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie uns, Ihre GartenBaumschule. Wir beraten Sie gerne.

 

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Stauden zurückschneiden
Sobald es die Witterung erlaubt, sollten Sie Ihre Stauden zurückschneiden und ausputzen. Bei vielen Arten können Sie die Triebe ohne Schere einfach ausbrechen. Andere sind zäher und werden möglichst erdnah abgeschnitten. Schieben Sie diese Arbeit nicht zu lange hinaus, denn der Austrieb vieler Stauden vollzieht sich mitunter explosionsartig. In den neuen Jungtrieben lassen sich dürre Triebreste aus dem letzten Jahr dann nicht mehr so leicht ohne Beschädigung entfernt werden.
Standortwahl für Stauden
Ein Staudenbeet bietet rund ums Jahr Freude. Von den ersten Frühlingsblühern wie Gemswurz bis zu den Herbst-Astern gibt es immer etwas zu bewundern. Achten Sie bei der Anlage aber nicht nur auf die richtige Farbmischung und Blütenzeitstaffelung, sondern auch auf einen artgerechten Standplatz. Es ist ein großer Unterschied ob Sie beispielsweise eine Sonnen- oder Schattenstaude pflanzen, ob Ihr Boden trocken oder feucht, leicht oder schwer ist. Nur an ihrem Lieblingsstandort wird sich eine Staude gesund und prächtig entwickeln.
Rittersporn 'Atlantis' - Delphinium belladonna 'Atlantis'
Teichpflege
Wenn sich im Sommer das Wasser im Teich erwärmt, können Algen den Wasserspaß beeinträchtigen. Es gibt zwar viele Präparate zur Algenbekämpfung, trotzdem ist das Abfischen der Fadenalgen mit einem Netz immer noch die schnellste und vor allem umweltverträglichste Methode.
Obst einlagern
Ideal zum Lagern von Obstfrüchten wie Äpfel und Birnen ist ein kühler (3 bis 6 °C), aber frostfreier und dunkler Erdkeller zum Beispiel mit einem ausgestampften Lehmboden. Vor dem Einlagern sollte das Obst mehrere Tage im Freien oder in einer Garage ausgekühlt sein. Die relative Luftfeuchte im Keller sollte mindestens 80 % betragen, sonst beginnt das Obst zu schrumpeln. Beim Nachreife bildet das Kernobst Äthylengas, ein Reifungsgas, dass auch daneben gelagertes Gemüse schneller zur Ausreife bringt. Deshalb sollten Sie Obst und Gemüse, wenn möglich, immer getrennt lagern bzw. durch eine Folie abtrennen.
Seerose 'Marliacea Carnea' - Nymphaea 'Marliacea Carnea'
Bauern-Hortensie 'Hobergine' - Hydrangea macrophylla 'Hobergine'
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