Bodendecker für Schatten und Sonne - Die pflegeleichten Sorten

Manche Gehölze vermögen aufgrund ihrer dichten Laubstellung Böden, Hänge und Böschungen so dicht abzudecken, dass sich kaum ein Unkraut etablieren kann. Der grüne Teppich eignet sich insbesondere für Gartenareale, die pflegeleicht begrünt werden sollen. Das Vorbild ist die freie Natur, in der es offene Erdflächen nur sehr selten gibt. Ein grünes Laubpolster fördert die Bodenfeuchte und in der Folge das Bodenleben beträchtlich. Die Wuchsform der Bodendecker läßt Rückschlüsse auf ihre Bedürfnisse zu. Gehölze mit langen Trieben, z.B. Kriechmispeln, lassen sich durch Rückschnitt im mehrjährigen Turnus dicht und kompakt halten. Extrem flachaufliegende Gehölze, wie etwa Kriech- oder Teppich-Wacholder, sind Sonnenanbeter, die jeden Quadratzentimeter für ihr Sonnenbad nutzen. Horstartig wachsende Flächenbegrüner regenerieren sich nach einem kräftigen Rückschnitt besonders rasch. Vor dem Bepflanzen sollten Sie die Flächen peinlich genau von allen Wurzelunkräutern befreien. Bis sich der Laubmantel ausgebreitet und seine Funktion übernommen hat, empfiehlt es sich, die ersten zwei bis drei Jahre dem Unkraut manuell zu Leibe zu rücken.

 

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Stauden als Bodendecker

Stauden mit bodendeckendem Wuchs, die sich als feingliedrige Flächenbegrüner im Hausgarten vielfach bewährt haben, sind beispielsweise Elfenblume und Schaumblüte. Bodendeckende Stauden überziehen offene Gartenflächen innerhalb kurzer Zeit mit pflegeleichten Blütenteppichen. Der ideale Pflanzenabstand hängt von der Pflanzenart ab. Bei stark wachsenden Stauden wie dem Balkan-Storchschnabel (Geranium macrorhizum) reichen vier Pflanzen pro Quadratmeter, um eine offene Fläche nach zwei Jahren zu schließen (Pflanzenabstand 50 cm). Schwach wachsende Bodendecker wie die Golderdbeere (Waldsteinia ternata) sollten mit 16 Pflanzen pro Quadratmeter wesentlich enger gesetzt werden, damit die gleiche Fläche nach zwei Jahren ebenfalls dicht ist.

Viele Polster-Stauden zeigen mit ihrem deutschen Namen ihre Gruppengehörigkeit an: Bezeichnungen wie Polster-Phlox, Polster-Nelke und Polster-Elfenblume weisen auf ihre überaus nützliche Eigenschaft hin, sich an den Boden anzuschmiegen und meist halbrunde, ausgesprochen niedrige Blütenpolster zu entwickeln. Dazu kommt die Fähigkeit vieler Polsterstauden mit sehr wenig Platz zu Recht zu kommen.

Bodendecker als Laubschlucker

Bodendeckende Stauden und flach wachsende Gehölze decken aufgrund ihres niedrigen Wuchses kahle Bodenflächen rasch ab. Sie unterdrücken Unkraut und fördern die Bodenfeuchtigkeit und damit das Bodenleben. Weniger bekannt sind ihre laubschluckenden Fähigkeiten während der Wintermonate. Kleines bis mittelgroßes Falllaub verschwindet in ihrem Triebgeflecht auf sehr pflegeleichte und ästhetische Art und Weise. Besonders geeignet sind beispielsweise das Singrün (Vinca). Der absolut zuverlässige, licht- und bodentolerante Bodenbegrüner mit dem edlen Laubschmuck passt auch in dunkelste Gartenbereiche. Laubbunte Efeusorten (Hedera) sind farbenfrohe Varianten des heimischen Kletterakrobaten. Als flach wachsende Bodendecker decken sie sonnige oder schattige Standorte augenschmeichelnd ab. Das extrem schattenverträgliche Schattengrün (Pachysandra) ist ein beliebter Laubschlucker, der sich jeder Kahlstelle durch Ausläufer exakt anpasst.

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Nützliche Vögel
Übrigens, wussten Sie schon, dass die Astquirle von kleinbleibenden Hausbäumen wie Kugel-Ahorn und Kugel-Trompetenbaum bei den Vögeln eine große Beliebtheit als Nistauflage genießen? Hängen Sie Meisenkästen auf und stellen Sie im Sommer eine Tränke und im Winter einen Futterplatz bereit,  schon erhalten Sie höchst nützlichen Besuch in Scharen. Vögel sind wichtige Insektenfresser. Grasmücke, Meise und Haussperling füttern ihren Nachwuchs zum großen Teil mit Insekten, etwa gefräßigen Raupen.
Gemischte Blütenhecken bis 1,5 m Höhe
Es muss nicht immer eine Formhecke sein. Dieser Heckentyp braucht Sonne und einen kultivierten Gartenboden. Ein radikaler Verjüngungsschnitt ist möglich. Niedrige Blütenhecken eignen sich auch als Vorpflanzung für größere, streng formierte Hecken. Gehölzauswahl: Zierquitte (Chaenomeles), Maiblumenstrauch (Deutzia gracilis), Blauraute (Perovskia abrotanoides), Fingerstrauch (Potentilla fruticosa-Sorten), Rosa rugosa-Sorten, Strauchrosen, Spiere (Spiraea-Sorten), Herbst-Flieder (Syringa microphylla 'Superba').
Großfrüchtige Kornelkirsche - Cornus mas 'Jolico'
Stauden rechtzeitig stützen
Höhere Stauden wie Rittersporn, Eisenhut oder Buschmalve sind dankbar für eine Stütze, die bei Regen und Sturm verhindert, dass die Horste auseinander fallen. Natürlich können formschöne, dezente Link stakes zum Einsatz kommen, aber auch einfache Konstruktionen aus Bambusstäben, Weidenruten und Bast tun gute Dienste. Wichtiger als das Material ist, die Stützen rechtzeitig zu verankern. Sie müssen mit den Stauden wachsen, also am besten gleich im Frühjahr mit aufstellen. Einmal nach vorne gebeugte, gekrümmte Staudenstiele werden durch spätes Stützen nicht mehr gerade.
Frischgepflanztes zudecken
Junge Stauden und Gehölze sind für einen zusätzlichen Winterschutz dankbar. Decken Sie die Pflanzen mit Naturmaterialien wie Nadelreisig, aber niemals mit Plastikfolien ab.
Kugel-Trompetenbaum - Catalpa bignonioides 'Nana'
Edelrose 'Speelwark' -R- - Rosa 'Speelwark' -R-
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