Neugepflanzte Sträucher schneiden

Ziersträucher wie Forsythien, Spiersträucher, Weigelien, Deutzien, Gartenjasmin, die Sie im Herbst gepflanzt haben, sollten im zeitigen Frühjahr kräftig bis auf Kniehöhe zurück geschnitten werden. Bei schwach wachsenden Arten können sogar zwei Drittel der Triebe entfernt werden. Bei diesem nachträglichen Pflanzschnitt spielt es keine Rolle, ob es sich um wurzelnackte Pflanzen handelt oder Containerware gepflanzt wurde. Der Rückschnitt kostet Sie zwar einen Blütenflor, sorgt aber langfristig für einen kräftigen, vieltriebigen Aufbau der Sträucher.

Garten Tagestipp 3 Februar: Neugepflanzte Sträucher schneiden

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Sträucherschnitt

Ein kräftiger Frühjahrsschnitt wirkt auf viele Ziersträucher wie eine Frischzellenkur. Vor allem Gehölze, die am diesjährigen Holz blühen, belohnen einen starken Rückschnitt mit einer üppigen Sommerblüte. Zu dieser Schnittgruppe zählen beispielsweise öfterblühende Gartenrosen, Sommerheide, Rispen- und Strauch-Hortensien, Fünffingerstrauch, Schmetterlingsstrauch und viele sommerblühende Spiersträucher. Auch bei Halbsträuchern wie Bartblume, Lavendel, Säckelblume und Blauraute sorgt ein regelmäßiger Frühjahrsschnitt für viele neue Blütentriebe

Vorsicht beim Schnitt edler Sträucher

Edelsträucher wie Blumen-Hartriegel (Cornus florida, Cornus nuttallii, Cornus kousa, Cornus controversa in Sorten), Reichblühende Prunkspiere (Exochorda 'The Bride'), Felsenbirne (Amelanchier in Arten und Sorten), Magnolien (Magnolia in Arten und Sorten) und Schneeball (Viburnum in Arten und Sorten) sollten nicht geschnitten werden. Radikale Schnitte vertragen sie in der Regel nicht gut. Triebstummel treiben nur sehr zögerlich wieder neu aus. Schnittwunden bleiben immer sichtbar.

Alte Bäume und Sträucher verpflanzen
Nur wenigen Gartenfreunden ist bewusst, dass sie Bäume und Sträucher auch noch nach einigen Gartenjahren umpflanzen können. Die ideale Zeit für eine Umpflanzaktion liegt im November bis zum Frosteinbruch. Heben Sie mit dem Spaten einen Graben um den Wurzelballen herum aus. Ziel ist es, möglichst viele Feinwurzeln zu retten, die für das spätere Wiederanwachsen wichtig sind.
Sträucher mit panaschiertem Laub
Sträucher mit weiß- oder gelbbuntem Laub sind eine besondere Gartenzierde. Sie finden sich in fast allen bekannten Zierstrauchgruppen und harren ihrer Entdeckung. Besonders attraktiv sind beispielsweise laubbunte Varianten des japanischen Fächer-Ahorns. Auch vom Blumen-Hartriegel, von Schmetterlingssträuchern, Weigelien und Mispeln gibt es Auslesen mit ungewöhnlichem Laub. Sie hellen lichtarme Gartenecken vom Frühjahr bis zum Herbst auf. Immergrüne Gehölze wie Ilex, Buchs und  Rhododendron sorgen mit ihren laubbunten Sorten sogar rund um das Jahr für dekorative Laubeffekte.
Buchs schneiden
Buchs können Sie nach Belieben mit der Schere formen und gestalten. Der Sommer ist die richtige Zeit, Skulpturen oder kleine Hecken entstehen zu lassen. Geschnitten werden jedoch nur die frischgrünen Triebspitzen. Schnitte ins mehrjährige Holz verschieben Sie am besten bis zum nächsten Frühjahr.
Winterschutz entfernen

Ist der Frühling da, wird es Zeit, Sträucher, Immergrüne und Rosen von ihrem Winterschutz aus Reisig oder Laub zu befreien. Wenn der Winterschutz zu lange an den Pflanzen bleibt, kann dies zu einem vorzeitigen Austrieb der Gehölze führen. Butterweiche, helle Jungtriebe sind in der Folgezeit stark frostgefährdet. Vor allem Anfang Mai, wenn Spätfröste den Pflanzen noch einmal zusetzen können, müssen die Jungtriebe für ihren voreiligen Saisonstart büßen. Sie können erfrieren und damit die Mutterpflanze schwächen.

Gelbbunter Tulpenbaum - Liriodendron tulipifera 'Aureomarginatum'
Zierquitte 'Abricot' - Chaenomeles superba 'Abricot'
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