Nützliche Rückschnitt-Tipps für den Garten im Detail

Wir, Ihre GartenBaumschule, haben für Sie eine Übersicht zusammengestellt, damit Sie den nötigen Überblick beim Schneiden der wichtigsten Ziergehölze behalten:

Ahorn (Acer): Rückschnitt in mehrjährigem Turnus möglich, fördert bei buntlaubigen Arten den dekorativen Austrieb. Rückschnitt bei Japanischen Ahornen unüblich.

Hecken-Berberitze (Berberis thunbergii und Sorten): Sehr gut schnittverträglich, starke Langtriebe bereits im Sommer einkürzen.

Schmetterlingsstrauch (Buddleia davidii-Sorten): Radikaler Frühjahrsschnitt sichert sommerliche Blütenfülle.

Einfassungs-Buchs (Buxus sempervirens 'Suffruticosa'): Enorm schnittverträglich, kräftigen Verjüngungsschnitt vertragend. Schnitt entweder im April oder Ende Juni bei trübem Wetter durchführen.

Sommer-Heide (Calluna vulgaris-Sorten): Schnitt im späten Frühjahr in zweijährigem Turnus hält die Polster jung und damit blühvital.
 
Bartblume (Caryopteris-Sorten): Regelmäßiger kräftiger Frühjahrsschnitt steigert Blütenfülle.

Blattbunte Purpur-Hartriegel (Cornus alba-Sorten): Rückschnitt in mehrjährigem Turnus fördert leuchtend rotrindige Jungtriebe, jedoch sind radikale Verjüngungsschnitte mit zunehmendem Alter weniger Erfolg versprechend.

Korkenzieher-Hasel (Corylus avellana 'Contorta'): Verträgt radikalen Verjüngungsschnitt vor dem Austrieb selbst bis in alte Holzpartien.

Roter Perückenstrauch (Cotinus coggygria ‘Royal Purple’): Schnitt verunstaltet die Wuchsform, nur nach Frostschäden sinnvoll. Zudem reagieren ältere Sträucher allergisch auf radikale Eingriffe.

Mispeln (Cotoneaster): Regelmäßigen Schnitt vertragend.

Edel-Ginster (Cytisus-Sorten): Jährlicher Rückschnitt nach der Blüte fördert nächstjährige Blütenfülle, radikaler Verjüngungsschnitt alter Sträucher nicht empfehlenswert.

Deutzien (Deutzia): Regelmäßiges Auslichten im Zweijahres-Rhythmus regt eine fortlaufende Straucherneuerung an und ist brachialen Radikalverjüngungen vorzuziehen, dennoch ist auch letzteres möglich.

Winterheide/Schneeheide (Erica carnea-Sorten): Leichter Rückschnitt nach der Blüte fördert die nächstjährige Blütenfülle, die bereits im Sommer für das nächste Jahr an- und damit festgelegt wird.

Kriechspindel (Euonymus fortunei-Sorten): Kräftiger Rückschnitt mit zunehmendem Alter weniger erfolgreich.

Kriechspindel
Ahornblatt Nahaufnahme

Goldglöckchen (Forsythia): In zweijährigem Turnus alte Triebe auslichten, aber auch radikaler Verjüngungsschnitt großer Strauchmethusaleme ist möglich, dann allerdings Blühpause.

Garten-Eibisch (Hibiscus-Gartensorten): Kräftige Rückschnitte in jährlichem oder mehrjährigem Turnus fördern Blütenfülle und –größe. Radikaler Rückschnitt alter Sträucher ist möglich.

Bauern-Hortensien (Hydrangea macrophylla-, serrata-Sorten): Radikale Verjüngung möglich, dann aber Blühpause. Besser: Rückschnitt lediglich bis Kniehöhe, damit ausreichend altes Holz am Strauch bleibt.

Kleinblumiger Johannisstrauch (Hypericum 'Hidcote'): Kräftiger Frühjahrsschnitt fördert Blütengröße und –fülle.

 

Fruchtende Gartenhülse (Ilex aquifolium-Sorten): Gut schnittverträglich, jedoch wegen möglicher Winterschäden erst im Frühjahr schneiden.

Gefüllter Ranunkelstrauch (Kerria japonica 'Pleniflora'): Alte, mehrjährige Triebe in regelmäßigem Turnus bodennah entfernen. Radikale Verjüngung kann unerwünschte Ausläuferbildung fördern.

Perlmuttstrauch (Kolkwitzia amabilis): Alte, mehrjährige Triebe in regelmäßigem Turnus bodennah entfernen. Radikale Verjüngung alter Sträucher ist möglich.

Reichblütiger Lavendel (Lavandula angustifolia-Sorten): Kräftiger Rückschnitt im Frühjahr fördert sommerliche Blütenfülle.

Liguster: Ungewöhnlich gute Schnittverträglichkeit.
 
Frischgrünes Geißblatt (Lonicera nitida-Sorten):
Gut schnittverträglich, für Rückschnitte in mehrjährigem Rhythmus dankbar.

Mahonie (Mahonia aquifolium): Verträgt kräftigen Rückschnitt.

Strauch-Pfingstrose (Paeonia suffruticosa-Sorten): Nur totes Holz entfernen.
Blauraute (Perovskia abrotanoides): Jährlicher, radikaler Rückschnitt im Frühjahr zwingend notwendig.

Gefüllter Gartenjasmin (Philadelphus 'Virginal'): Auslichten alter Triebe in mehrjährigem Turnus.

Fingerstrauch (Potentilla fruticosa-Sorten): Radikaler Rückschnitt im Frühjahr fördert Blütenfülle und –größe. Ungeschnittene Bestände neigen zum Vergreisen und Auseinanderfallen.

Japanische Blütenkirsche (Prunus-Sorten): Treiben selbst nach starkem Rückschnitt willig wieder durch.

Lorbeerkirsche (Prunus laurocerasus-Sorten): Rückschnitt vertragend, mit zunehmendem Alter sind Eingriffe bis ins alte Holz jedoch weniger Erfolg versprechend.

Mandelbäumchen (Prunus triloba): Rückschnitt nach der Blüte auf halbe Trieblänge. Alte Pflanzen können radikal bis auf wenige Knospen zurück genommen werden.
 
Feuerdorn (Pyracantha-Sorten):
Kräftigen Rückschnitt sehr gut vertragend, treibt selbst nach radikaler Verjüngung problemlos wieder aus.

Blut-Johannisbeere (Ribes sanguineum-Sorten): Radikaler Verjüngungsschnitt mit zunehmendem Alter weniger Erfolg versprechend. Besser: Alle zwei bis drei Jahre regelmäßig alte Triebe auslichten.

Rosen (Rosa): Jährlicher Rückschnitt der Beet- und Edelrosen im April bis auf 5 Knospen pro Trieb fördert Sommerblüte.
Hängende Kätzchen-Weide (Salix caprea 'Pendula'): Kräftiger Rückschnitt nach der Blüte bei guter Nährstoffversorgung sichert nächstjährigen Kätzchen-Besatz.

Holunder (Sambucus nigra): Selbst radikalsten Verjüngungsschnitt sehr gut vertragend.

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Rosafarbene Akelei als Nahaufnahme
Asterblüte Nahaufnahme

Spiere (Spiraea-Arten): In mehrjährigem Turnus alte Triebe der hohen Sorten nach der Blüte an der Basis entfernen, jedoch auch radikaler Verjüngungsschnitt möglich. Bei niedrigen Sorten bis 50 cm fördert starker Rückschnitt im Frühjahr geschlossenen Wuchs und Blütenfülle.

Perlenbeere (Symphoricarpos doorenbosii-Sorten): Jährlicher radikaler Rückschnitt im Frühjahr fördert die Fruchtfülle deutlich.

Edel-Flieder (Syringa vulgaris-Sorten): Regelmäßiger Schnitt nicht üblich, jedoch leichte Eingriffe nach der Blüte möglich. Verträgt auch radikale Verjüngung bis ins alte Holz problemlos, der jedoch eine mehrjährige Blühpause folgen kann.

Rosa Frühlings-Tamariske (Tamarix parviflora): Radikaler Rückschnitt möglich.

Echter Schneeball (Viburnum opulus 'Roseum'): Schnitt unüblich, Auslichten in mehrjährigem Turnus möglich.

Glockenstrauch (Weigela-Sorten): Auslichten in mehrjährigem Turnus ausreichend, aber auch radikaler Rückschnitt wird vertragen, dem eine Blühpause folgt.

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Gräser zurückschneiden

Verschiedene Gräserarten reagieren positiv auf einen Rückschnitt im zeitigen Frühjahr. Dies gilt vor allem für hochwachsende Ziergräser wie Pfeifengras, Zierhirse und Lampenputzergras. Schneiden Sie die winterbraunen Halme bis auf etwa 10 bis 20 cm über dem Boden zurück. Dies geht am einfachsten, indem Sie die Halmbündel mit einer Hand umgreifen und Sie mit einer Schere oder einer Sichel abschneiden. Ohne Schnitt bleiben dagegen Gräserarten wie Schwingel und Seggen.

Stauden zurückschneiden

Sobald es die Witterung erlaubt, sollten Sie Ihre Stauden zurückschneiden und ausputzen. Bei vielen Arten können Sie die Triebe ohne Schere einfach ausbrechen. Andere sind zäher und werden möglichst erdnah abgeschnitten. Schieben Sie diese Arbeit nicht zu lange hinaus, denn der Austrieb vieler Stauden vollzieht sich mitunter explosionsartig. In den neuen Jungtrieben lassen sich dürre Triebreste aus dem letzten Jahr dann nicht mehr so leicht ohne Beschädigung entfernt werden.

Lavendel & Co schneiden

Straucharten wie Bartblume (Caryopteris in Arten und Sorten), Blauraute (Perovskia in Arten und Sorten), Fünffingerstrauch (Potentilla fruticosa), Gewürz-Salbei (Salvia officinalis), Heiligenkraut (Santolina chamaedrys), Johanniskraut (Hypericum in Arten und Sorten), Rosmarin (Rosmarinus officinalis), Sommerspierstrauch (Spiraea bumalda und Spiraea japonica in Sorten) und Thymian (Thymus officinalis) blühen im Sommer bzw. im Herbst. Ein kräftiger Rückschnitt im Frühjahr sorgt für zahlreiche Blüten und wirkt einer Vergreisung entgegen.

Rosenlianen erobern Baumkronen
Einmal blühende Ramblerrosen sind die Lianen unter den Rosen. Diese spezielle Form der Kletterrosen begrünt problemlos tief wurzelnde Lärchen, Kiefern und alte Obstbäume. Damit die flach wurzelnden Rambler keine allzu große Konkurrenz für die Bäume darstellen, pflanzen Sie die vitalen Wachser mit etwas Abstand zum Kletterbaum. Besonderer Tipp: Eine alte Holzleiter kann dabei den Aufstieg erleichtern. Graben Sie die Leiterenden tief in den Boden ein und befestigen Sie das obere Leiterende am Baumstamm.
Pflanzennamen geben Hinweise

Es lohnt sich, auf Namenszusätze bei den botanischen Pflanzennamen zu achten. Sie bieten bereits erste Hinweise auf bestimmte Eigenschaften. "Variegata" weist beispielsweise immer auf eine weißbunte Laubfärbung hin. "Nana" bezeichnet kleinbleibende Miniaturausgaben der Elternsorten mit meist sehr gemächlichem Wachstum. Nana-Formen sind zwar etwas teurer, müssen aber dafür kaum geschnitten werden. "Glauca" ist ebenfalls ein häufig verwendeter Zusatz, der auf eine blaue Laub- bzw. Nadelfärbung hinweist.

Forsythie 'Boucle d'Or' - Forsythia 'Boucle d'Or' ('Courtacour')
Cornwallheide 'Alba' - Erica vagans 'Alba'
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