Pflegetipps für den Rasen - Von der Aussaat bis zum Düngen

Ein dauerhaft schöner Rasen erfordert etwas Geduld. Wer einen neuen Rasen anlegen möchte, sollte sich deshalb Zeit lassen, denn Fehler lassen sich im Nachhinein nur schwer korrigieren.
Bodenvorbereitung Die beste Garantie für einen traumhaften Rasen ist eine gründliche Bodenvorbereitung. Entfernen Sie akribisch Wurzelunkräuter und brechen Sie durch Umgraben und Tiefenlockerung mit der Grabegabel Bodenverdichtungen auf. (Bei größeren Flächen kann eine Abtötung der Grünmasse mit Roundup sinnvoll sein.) Arbeiten Sie etwas Pflanzerde und Oscorna-BodenAktivator (150 g/m2 bzw. Gardena-Streuwageneinstellung 6 bis 8) in die Fläche ein. Auf nassen Standorten ist eine Drainage notwendig. Leichte Böden sind für eine Bodenverbesserung (z. B. mit bis zu 500 g/m2 EDASIL-Agrar-Bentonit) dankbar. Je nach pH-Wert ist eine Kalkung mit Algenkalk (100 bis 150 g/m2 bzw. Streuwageneinstellung 8) sinnvoll.  

Grobplanierung Entlang gespannter Schnüre und Pflöcke, die Sie mit einer Wasserwaage ausgerichtet haben, können Sie die Grobplanierung vornehmen. Nur auf einer einwandfrei planen Fläche kann ein vitaler Rasen glänzen und auch später entsprechend gepflegt werden. Drücken Sie die Erde mit dem Rücken eines Rechens grob fest.
 
Gründung Ideal ist – je nach Bodenart - die Einsaat eines Gründunges als Zwischenkultur:

Tiefwurzler für mittlere bis schwere Böden:

Pflanzenart Menge Wuchsdauer
Lupinen 200 g/m2 9 bis 10 Wochen
Erbsen 20 g/m2 8 bis 10 Wochen
Wicken 20 g/m2 8 bis 10 Wochen
Ackerbohnen 25 g/m2 6 bis 9 Wochen

 

Gründung für leichte Böden:

Pflanzenart Menge Wuchsdauer
Gelbsenf 2 g/m2 6 bis 8 Wochen
Phacelia 2 g/m2 6 bis 9 Wochen
Raps 2 g/m2 6 bis 8 Wochen

 

Je nach Jahreszeit wird der Aufwuchs abgemäht. Zerkleinern Sie das sogenannte Mulchgut durch mehrfaches Überfahren mit dem Rasenmäher. Das Mulchgut bleibt etwa vier Wochen liegen. In dieser Zeit verrottet es. Eine Düngung mit Oscorna-BodenAktivator (150 g/m2 bzw. Streuwageneinstellung 6 bis 8) und Oscorna-Rasaflor (50 bis 70 g/m2 bzw. Streuwageneinstellung 7 bis 9) dient als Rottehilfe und Nährstoffdepot.

Feinplanierung Nach dem Einarbeiten der restlichen Mulchmasse in den Oberboden erfolgt die Feinplanierung mit dem Abrechen der Grobteile.

Aussaat Das beste Hilfsmittel, um Saat auf einer Fläche zu verteilen, ist der Streuwagen. Bringen Sie eine Hälfte des Saatgutes in einer Richtung, die zweite Hälfte in Querrichtung dazu aus. Legen Sie eine Plastikfolie am Rand aus, dadurch erzielen Sie eine scharfe Rasenkante. Danach folgt das Einigeln oder Einrechen des Samens. Rasensaat ist immer eine Mischung verschiedener Gräserarten mit unterschiedlicher Keimdauer: dadurch erzielen Sie eine scharfe Rasenkante. Danach folgt das Einigeln oder Einrechen des Samens. Rasensaat ist immer eine Mischung verschiedener Gräserarten mit unterschiedlicher Keimdauer:

 

Grasart Keimdauer Anteil in Prozent
Lolium perenne 6 bis 8 Tage 35 %
Festuca rubra 12 bis 16 Tage 60 %
Poa pratensis 21 bis 28 Tage 5 %

 

Anwalzen Das Anwalzen bzw. Antreten stellt sicher, dass das Saatgut gut am Boden haftet und ausreichend Feuchtigkeit zur Keimung erhält. Einen Streuwagen und eine Walze können Sie sich in Ihrer GartenBaumschule ausleihen. Schützen Sie die frische Saat zwei Wochen lang vor Vögeln.

Angießen Gießen Sie die Saat mit einem feinen Wasserstrahl behutsam an. Ein starker Strahl könnte die feinen Samen aufschwemmen und ungleichmäßig im Gelände verteilen. Ab Keimung des Samens muss die Fläche fortlaufend bewässert werden. Das Keimgut darf niemals austrocknen.

Schnitt Die ersten Sämlinge erscheinen etwa nach 6 Tagen. Bis zur vollständigen Keimung (bis 28 Tage, siehe Tabelle ) wird die Fläche immer ohne Grasfangkorb gemäht, um eine Saatgutaufnahme zu vermeiden. Der erste Schnitt erfolgt bei einer Aufwuchshöhe von 5 bis 10 cm auf eine Halmlänge von 6 cm. Der 2. bis 4. Folgeschnitt erfolgt auf eine Höhe von 6 cm. Später kann die Schnitthöhe dann auf 4 bis 5 cm eingestellt werden.

Düngung Zweite Düngung mit Oscorna-Rasaflor (50 g/m2 bzw. Streuwageneinstellung 7)

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Düngeempfehlung für den Rasen

Frühjahr (März bis April, nach dem Vertikutieren):
Oscorna-BodenAktivator (100 bis 150 g/m2 bzw. Streuwageneinstellung 6 bis 8)
Oscorna-Rasaflor (50 bis 70 g/m2 bzw. Streuwageneinstellung 7 bis 8)
bei Bedarf: Algenkalk

Sommer (Juni bis Juli):
Oscorna-Rasaflor (50 bis 70 g/m2 bzw. Streuwageneinstellung 8)

Herbst (September bis Oktober):
Oscorna-BodenAktivator (100 g/m2 bzw. Streuwageneinstellung 6)
Oscorna-Rasaflor (50 g/m2 bzw. Streuwageneinstellung 7) bei Bedarf: Algenkalk

Streuen Sie alle Produkte getrennt voneinander, damit sich die Dünger gleichmäßig verteilen. Fahren Sie beim Düngen einmal kreuz und quer.

 

Rasenerneuerung

Eine Überalterung der Grasnarbe zeigt sich in einem lichten Rasenwuchs. Eine Nachsaat mit einem geeigneten Regenerations-Saatgut sorgt für eine Rasenerneuerung. Gehen Sie wie folgt vor:

  • Mähen Sie den Rasen kurz und entfernen Sie das Schnittgut
  • Vertikutieren Sie den trockenen Boden
  • Rechen Sie das Vertikutiergut ab bei Bedarf: Kalkung mit Algenkalk
  • Bodenverbesserung mit Oscorna-BodenAktivator (100 bis 200 g/m2 bzw. Streuwageneinstellung 6 bis 8)
  • Nachsaat mit Regenerations-Saatgut. Aufwandmenge laut Packungsbeilage.
  • Decken Sie bei schweren Böden das Saatgut mit Sand oder bei leichteren Flächen mit unkrautfreiem Gartenkompost ab (Aufwandmenge 3 bis 5 Liter/m2).
  • Einrechen des Materials
  • Anwalzen der Fläche
  • Wässern Sie je nach Bedarf bis zur Keimung des Saatgutes (21 bis 28 Tage)
  • Düngen Sie nach dem 2. bis 3. Schnitt mit Oscorna-Rasaflor nach (50 bis 70 g/m2 bzw Streuwageneinstellung 6 bis 8)

 

Pflegetipps rund um den Rasen

  • Vertikutieren Sie nur auf abgetrockeneten Flächen nach Vegetationsbeginn
  • Schneiden Sie Ihren Rasen nicht kürzer als
  • 4 cm. In Schattenbereichen Schnitthöhe nicht unter 5 cm einstellen. Während Hitzeperioden nicht oder nur wenig mähen.
  • Ideal ist der Mulchschnitt von Mai bis September mit 2 bis 3 cm Abschnittslängen
  • Messen Sie jährlich den pH-Wert. Ideal ist ein Wert zwischen 5 bis 6,5. Bei Bedarf aufkalken.
  • Lieber einmal gründlich als häufig wenig wässern. Bei Trockenheit 15 bis 25 Liter
  • pro m2 am späten Abend oder frühen Morgen ausbringen. Eine gründliche Durchfeuchtung bringt längere und damit tiefere Rasenwurzeln.

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Sobald die letzten Nachtfröste vorbei sind, ist eine Rasensaat sinnvoll. Entfernen Sie akribisch alle Wurzelunkräuter von der Saatfläche. Bodenverdichtungen sind aufzubrechen, nasse Stellen brauchen eine Drainage. Entlang gespannter Schnüre und Pflöcke können Sie die Feinplanierung vornehmen. Die Aussaat erfolgt mit dem Streuwagen. Bringen Sie eine Hälfte des Saatgutes in einer Richtung, die zweite Hälfte in Querrichtung dazu aus. Zum Abschluß anwalzen und wässern.
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