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Mein Garten-Aktuell für den Anfang Mai

Mein Garten-Aktuell: Anfang Mai

Tolle Blütenhecke für den Grenzfall

Warum immer nur strenge Formhecken pflanzen? Es gibt auch die Alternative der freiwachsenden, gemischten Blütenhecken. Zwar benötigen diese Pflanzenwälle etwas mehr Platz, dafür bieten sie aber jede Menge Abwechslung rund ums Jahr. Der Abstand des Pflanzgrabens vom Zaun sollte so groß sein wie der Durchmesser der geplanten Hecke. Beispiel: Ihre Blütenhecke soll insgesamt einen Meter breit werden. Die Heckenpflanzen werden demnach im Abstand von einem Meter vom Zaun gepflanzt, damit später ein Freiraum von 50 cm zwischen Hecke und Zaun bleibt. 

Niedrige, gemischte Blütenhecken bis 1,5 m Höhe: Dieser Heckentyp braucht Sonne und einen kultivierten Gartenboden. Ein radikaler Verjüngungsschnitt ist möglich. Niedrige Blütenhecken eignen sich auch als Vorpflanzung für größere, streng formierte Hecken. Gehölzauswahl: Zierquitte (Chaenomeles), Maiblumenstrauch (Deutzia gracilis), Blauraute (Perovskia abrotanoides), Fingerstrauch (Potentilla fruticosa-Sorten), Rosa rugosa-Sorten, Strauchrosen, Spiere (Spiraea-Sorten), Herbst-Flieder (Syringa microphylla 'Superba').

Höhere, gemischte Blütenhecken ab 1,5 m Höhe: Bei diesem Heckentyp ist der teils immense Platzbedarf einzukalkulieren. Ein radikaler Verjüngungsschnitt im fünfjährigen Turnus oder jährliche Auslichtungsschnitte sind sinnvoll, um die Blühkraft zu erneuern. Gehölzauswahl: Hängende Felsenbirne (Amelanchier laevis 'Ballerina'), Schmetterlingsstrauch (Buddleia davidii-Sorten), Gefüllter Sternchenstrauch (Deutzia scabra 'Plena'), Goldglöckchen (Forsythia intermedia-Sorten), Gefüllter Gartenjasmin (Philadelphus 'Virginal'), Großfrüchtige Blut-Pflaume (Prunus cerasifera 'Nigra'), Edel-Flieder (Syringa vulgaris-Sorten).

Stauden rechtzeitig stützen

Stauden rechtzeitig stützenHöhere Stauden wie Rittersporn, Eisenhut oder Buschmalve sind dankbar für eine Stütze, die bei Regen und Sturm verhindert, dass die Horste auseinander fallen. Natürlich können formschöne, dezente Link stakes zum Einsatz kommen, aber auch einfache Konstruktionen aus Bambusstäben, Weidenruten und Bast tun gute Dienste.
Wichtiger als das Material ist, die Stützen rechtzeitig zu verankern. Sie müssen mit den Stauden wachsen, also am besten gleich im Frühjahr mit aufstellen. Einmal nach vorne gebeugte, gekrümmte Staudenstiele werden durch spätes Stützen nicht mehr gerade.

 

Zierstämmchen: Radikaler Stoppelschnitt

Zierstämmchen wie Mandelbäumchen (Prunus triloba) und Hängekätzchen-Weiden (Salix caprea 'Pendula') sollten Sie gleich nach der Blüte zurückschneiden. Das Mandelbäumchen wird radikal bis auf wenige Knospen zurückgenommen. Entfernen können Sie bei dieser Gelegenheit auch gleich Wildtriebe am Stamm oder aus dem Wurzelbereich. Der harte Rückschnitt der Triebe nach der Blüte mindert das Risiko eines Befalls der Mandelbäumchen mit dem Triebsterben (Monilia). Der Schnitt der Weiden erfolgt nach dem gleichen Muster. Auch alte, vergreiste Pflanzen von Mandelbäumchen und Weide können durch einen Schnitt verjüngt werden.

Clematis – die Königinnen der Kletterpflanzen

Clematis – die Königinnen der KletterpflanzenWichtig für eine gedeihliche Entwicklung von Clematis ist das richtige Pflanzen. Die Größe der Pflanzgrube sollte mindestens doppelt so groß wie der wurzelballen sein. Die Grubensohle lockern Sie nach dem Aushub mit dem Spaten auf, damit ein einwandfreier Wasserabzug möglich ist. Bessern Sie den Aushub mit einer guten Pflanzerde auf. Tauchen Sie den Ballen der Clematis etwa eine Minute in Wasser, eben so lange, bis keine Blasen mehr aufsteigen. Besonders wichtig: Setzen Sie die Clematis zehn Zentimeter tiefer, als sie im Topf gestanden hat. Mindestens ein, besser zwei Knospenpaare müssen unter der Erdoberfläche liegen. Die Pflanze bildet dann mehr Bodentriebe, die einen Befall durch die lästige Welkekrankheit besser abpuffern können.

Gute Partnerstauden für Rhododendron

Grundlagen für eine erfolgreiche Rhododendronpflanzung sind die gründliche Bodenvorbereitung und die Auswahl eines geeigneten Standortes. Besonders wohl fühlen sich die großlaubigen Vertreter dieser Blütensträucher im lichten Schatten, etwa unter einer Kiefernkrone. Abkömmlinge mit kleinerem Laub können durchaus auch in sonnigen Lagen gedeihen. Ein gleichmäßig feuchter Boden erhöht die Sonnentoleranz aller Arten beträchtlich. Günstig wirken sich die Vorpflanzung von geeigneten Stauden auf das Gedeihen der Pflanzen aus. Rhododendron stehen am liebsten auf kühlfeuchtem Humus. Durch den Lebendmulch, den etwa Waldsteinien bilden können, werden die flach streifenden Wurzeln vor direkter Besonnung geschützt. Flächig breitet sich auch die Schaumblüte (Tiarella) aus. Die weißen Blütenkerzen des etwa 30 cm hoch werdenden Bodenbegrüners erscheinen von April bis Juni und bringen Licht und Helligkeit in dunklere Gartenwinkel. Gerne legen sie sich Rhododendren zu Füßen. Elfenblumen (Epimedium) machen ihrem Namen mit elfenhaft zierlich-kleinen Blüten in gelb, weiß, lila oder rosa alle Ehre. Faszinierend ist ihr bronzefarben austreibendes, wintergrünes Laub, das sich über ausreichend feuchte Böden wie ein grüner Teppich legt. Elfenblumen sind ideale Rhododendronbegleiter. Ein großes Angebot an Rhododendren im Container dürfen Gartenfreunde grundsätzlich in unserer GartenBaumschule erwarten. Erwähnenswert sind dabei auch Sonderformen, etwa von Zierstämmen in guten Sorten oder mehrjährige Solitärpflanzen in besonders großen Gefäßen. Ein Eldorado für alle Gartenliebhaber, die Besonderes suchen.

Blattläuse

Nimmt die Anzahl der Läuse überhand, ist eine Bekämpfung ratsam. Bevor Sie aber zu Pflanzenschutzmitteln greifen, können Sie mechanische Bekämpfungsmethoden einsetzen: Kleine Mengen an Blattläusen können Sie mit einem kalten, scharfen Wasserstrahl abspritzen, mit einer feinen Bürste abstreifen oder mit den Fingerspitzen wegschnippen bzw. die Tiere zerdrücken.

Bäume unterpflanzen

Wie man blühende Beete unter Baumkronen gestaltet, ist für viele Gartenfreunde eine wichtige Frage. Wer zum Beispiel eine mächtige Birke unterpflanzen möchte, wird nur mit besonders geeigneten Pflanzen Erfolg haben. Glücklicherweise gibt es mehr schattenliebende Gewächse als man denkt. Dazu zählen Schlüssel-Primeln, Leberblümchen, Wald-Veilchen und Wald-Anemonen, die blühen, bevor das Laub im Mai ein undurchdringliches Dach gebildet hat. Auch Zwiebelblumen sind talentierte Schattenkünstler, die vor allem vor dem Laubaustrieb in der ersten Jahreshälfte für Farbe unter Baumkronen sorgen. Geeignete Arten wie Schneestolz (Chionodoxa), Elfenkrokus (Crocus tommasinianus), Alpenveilchen (Cyclame), Hundszahn (Erythronium), Schachbrettblume (Fritilaria), Schneeglöckchen (Galanthus), Bluebells (Hyacinthoides), Märzenbecher (Leucojum), Muscari und Blaustern (Scilla) blühen zwischen Februar und Juni und bieten eine breite Farbpalette. Weitere Kandidaten sind Storchschnabel, Farne, Wald-Segge und Mahonien. Wichtig für das Gedeihen der Schattenspezialisten ist jedoch eine ausreichende Bodenfeuchte. Tragen Sie zudem vor dem Pflanzen eine etwa 10 cm starke Schicht mit Kompost und Erde auf. Wässern Sie die Pflanzen gut an und decken Sie das Beet mit Rindenmulch ab.

© Texte: Markley, Illustrationen: MaeDia GmbH (1), Vierhaus (3) / Haan

 

 

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Tagestipp vom 10.12.2018

Rhododendron wässern

Nach einem trockenen Herbst sind Rhododendron und andere Immergrüne dankbar, wenn sie vor dem Winter noch einmal gewässert werden.

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