Wachstumsgesetze
Starker Rückschnitt, der nur wenige Knospen am Strauch belässt, fördert wenige,
dafür aber längere und stärkere Triebe. Leichter Rückschnitt sorgt für
zahlreiche, aber dafür deutlich kürzere und schwächere Neutriebe. Schneiden Sie
- dieser Erkenntnis folgend - starke Rosentriebe schwach, schwache kräftig zurück.
Schneiden Sie alle durch Krankheiten, Verletzungen oder Frost geschädigten, bräunlichen
Triebe bis in das gesunde, innen noch grünlichweiße Holz zurück. Sehr dünne
und schwache Triebe entfernen Sie ebenfalls am Triebansatz. Ansonsten gelten für die einzelnen
Rosengruppen unterschiedliche Schnittkriterien, jede Klasse hat andere Ansprüche.
Frühjahrsschnitt der öfterblühenden Buschrosen (Zwerg-,
Beet- und Edelrosen)
Beet-, Zwerg- und Edelrosen verlangen nach einem regelmäßigen Schnitt. Nur so kann
Sonnenlicht auf untere, ruhende Knospen fallen und diese zur Entwicklung neuer Triebe anregen.
Regelmäßig geschnittene Rosen entwickeln mehr leistungsfähiges Laub als ihre
ungeschnittenen Kollegen.
Ein übertrieben tiefer Schnitt direkt über der Bodenoberfläche bewirkt jedoch
das Gegenteil: Ohne Holz kein Laub und ohne Laub keine Blüten. Je mehr kräftiges,
jung-grünes Holz bei öfterblühenden Gartenrosen vorhanden ist, desto mehr Blüten
können entwickelt werden.
Die Zwergrosen werden am stärksten zurückgeschnitten, auf etwa 10 bis fünfzehn
Zentimeter, die Schnitthöhe bei den Beet- und Edelrosen variiert zwischen 20 und 40 Zentimetern über
dem Boden - je nachdem, welche Wirkung - hier greifen die Wachstumsgesetze - bei den unterschiedlichen
Sorten erzielt werden soll. |